Architektur der Revolution

Architektur der Revolution. Zwischen Zarenreich und Sowjetunion



Modul: 441

Ort: Raum L3|01 436 (Seminarraum GTA)

Lehrender: Udo Gleim

Zeit: Dienstag, 08:00 – 09:30 Uhr

Beginn: 18.04.2017

Abgabeleistung:
Referat im Seminar und schriftliche Hausarbeit am Semesterende

Abgabedatum der Hausarbeit:
14.08.2017



Nach den Revolutionen von 1917 liefert vor allem das Programm des Konstruktivismus wesentliche Impulse für eine künstlerische Praxis, die den Aufbau der neuen sozialistischen Gesellschaft nicht nur begleiten, sondern auch stimulieren soll. Architekten und Künstler suchen mit kühnen Projekten nach formaler Entsprechung für den politischen Aufbruch in Russland und pflegen einen intensiven Austausch mit führenden Protagonisten der europäischen Avantgarde. Zunächst können sich Kunst und Literatur weitgehend unabhängig von politischen Vorgaben entwickeln; gerade die frühen 1920er Jahre sind von einer Vielzahl künstlerischer Strömungen geprägt. Nach Lenins Tod sollen Industrialisierung und Verstädterung im Rahmen des ersten Fünfjahrplans ab 1928 zu radikal neuen Formen der Umweltgestaltung führen. In einem abrupten Wechsel der Kulturpolitik ordnet Stalin jedoch schon 1932 die Abkehr von der modernen Architektur und Stadtplanung an und setzt die Doktrin des Sozialistischen Realismus durch.